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Was ist Fotografie….? Der fotografischen Aufnahme dient heutzutage meist eine Elektronische Kamera mit Speicherkarte. Bei höherwertigen Kameras und oder Spiegelreflexgehäusen wird prinzipiell wird mit Hilfe eines wechselbaren optischen Systems gearbeitet. Durch Manipulation des optischen Systems unter anderem durch Einstellung der Blende und die Wahl der Belichtungszeit, stehen dem Fotografen weitere zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen. Diese „Objektive“ werfen das von einem Objekt ausgesendete oder reflektierte Licht auf einen fotoelektrischen Wandler, heute meist, den Sensor… dieser wandelt die elektronische Daten in Bilddateien um, und speichert diese dann auf digitalen Medien. So würde man heute ungefähr die Art bezeichnen die wir „fotografieren“ nennen… soweit die Theorie !

Wie komme ich zum Medium Fotografie……

Nach einem gewissen Zeitraum, bei mir waren es mehrere Jahre, hat man schließlich eine zumeist stattliche Anzahl von Fotos, die es im finalen sortieren noch einmal zu sichten, zu und zu bewerten gilt. Schließlich lautet die Frage nun: Welche Fotos taugen für die Öffentlichkeit? Und wie viele Fotos sollte meine Fotostrecken haben?

 

Es soll eine Geschichte erzählt werden. Man wählt daher Fotos aus, die unterschiedliche Aspekte aufweisen, wiederholt sich nicht in Motiven oder in Thematiken. In der Kürze liegt die Würze. Wo liegt die Essenz? Eine Auswahl zu treffen, ist schwer. Wie zum Fotografieren selbst braucht man auch zum Auswählen und Selektieren der Fotos Talent, und es gibt sehr gute Fotografen, die unglücklicherweise immer ihre schwächsten Bilder auswählen. Andererseits gibt es aber auch immer wieder Fotografen, die es schaffen, mit eher schwachen Bildern eine (meist nur auf den ersten Blick) spannende Fotostrecke zu schaffen – eigenartig.

 

Das abgenutzte Zitat des weltberühmten Fotografen Robert Capa („Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, warst Du nicht nah genug dran“) bezieht sich nicht auf die Räumlichkeit, sondern auf die emotionale Verbundenheit des Fotografen mit seinem Thema. Man muss die Menschen mögen, nicht seine Ausrüstung. Die Fotos müssen den Betrachter „packen“ und neugierig machen, was natürlich nicht immer leicht ist

Fotografische Abbildungen unterscheiden sich in beispielsweise Gegenstände mit primär künstlerischem oder primär kommerziellem Charakter.

Als erstes ist Licht mit all seinen Eigenschaften selbstverständlich eine Grundvoraussetzung für die Fotografie. So witzig es klingt, ist natürlich die Dunkelheit als Form des Lichtes nicht außer Acht zu lassen und für manche fotografische Aufgabe manchmal sogar unverzichtbar.

Ebenso ist die Grenze zur Verletzung der Intimsphäre und einer reinen Befriedigung der Sensationsgier schnell überschritten.

Ich möchte ein möglichst realistisches Abbild der „wahren“ Umwelt erstellen. Dies ist schon allein deshalb nicht möglich, weil die Fotografie den dreidimensionalen Raum auf eine Ebene mit beschränktem Ausschnitt reduziert. Dies kann die Bildaussage des Motivs unter Umständen sehr verzerren.

Alle Fotografen haben daher eine hohe ethische Verantwortung, wenn sie sich nicht als ein Instrument der Propaganda verwenden lassen möchte. Wenn es also nicht um die Wahrheitsfindung geht, worum dann? Ein wesentlich wichtigerer Aspekt liegt darin, dem Betrachter der Fotos ein Gefühl, eine Atmosphäre für das Thema zu geben, für die Menschen, die darin eine Rolle spielen, für den Ort der „Handlung“. Der Betrachter darf nicht länger nur der Betrachter sein, er muss vielmehr visuell so stark angesprochen werden, dass er das Gefühl bekommt,  dabei zu sein . Damit Fotos nicht schnell verpuffen, sondern Mitgefühl beim Betrachter wecken, den Fokus auf etwas richten, etwas in Frage stellen … das ist die eigentliche Aufgabe eines guten Fotografen. Dabei sollte aber niemals Abstand von der Wahrhaftigkeit der Fotos genommen werden, indem Bilder verfälscht oder in einen falschen Kontext gesetzt werden. Das erste Gebot lautet daher: Du sollst nicht lügen